Genealogie: Balwein (Baldwein, Baltwein) von Zweibrücken



Für die frdl. Erlaubnis zur Veröffentlichung der Ergebnisse danke ich
Herrn Rainer Fischer, Sinzheim, eMail: urfischer@t-online.de



Einleitung

Die Balwein treten zunächst unter dem Beinamen Geiß oder mit Herkunftsbezeichnungen von Frutzweiler oder von Zweibrücken auf. Der Beiname Baldewin/Baldewein enstand wohl, als zwei von ihnen 1325 in ein Dienst- und Lehensverhältnis zum Bischof von Trier Baldewein von Luxemburg traten. Am 10.6.1263 wird zwar zusammen mit den Burgmannen von Lichtenberg ein Balwin als Burgmann zu Landesburg erwähnt, aber erst 1347 läßt sich Balwein als Beiname nachweisen, so daß ein Zusammenhang mit ihm nicht erkennbar ist. Namensträger Balwein finden sich auch in Vic bei Metz und in Straßburg: Heinrich Baldwein, 1354 Edelknecht von Vic bei Metz (vgl. mit Johann Widgeiß) sowie (identsch?) Heinrich Baldweyn (1375+) oo mit Nese Hoerwelin, deren beider Tochter Baldweyn oo Wernhard Bosch. Dieser sitzt im großen Rat von Straßburg.

Wappen

In Gold 2,1 rote Rosen. Helm: ein rotes und ein goldenes Büffelhorn.




Stammtafel

Wilhelm von Stein-Kallenfels
oo vor 1240
Elisabeth von Derne
Johannes Marschall von Zweibrücken
1242 erwähnt mit seinem Bruder Ludwig
1245 Ritter des Gf. Heinrich von Zweibrücken


Johann ? von Stein-Kallenfels gt. Cellerarius
Erwähnt 1261 und 1287 (1254 ist auch ein Helwic Cellerarius Zeuge für Gf. Heinrich von Zweibrücken).
+ nach 1287
Egenolf (Eynolf) von Zweibrücken
+ vor 2.4.1274
oo
Hauwela von Zweibrücken.
Sie streitet 1274 mit Kloster Hornbach um 30 Pf. Zinsen zu Hengstbach
+ vor 10.6.1301 ?


Heymelo Fr. Geiß (= Frutzweiler Geiß)
Kopial verlesen als Fraiß
Er ist wohl identisch mit Hennelo von Zweibrücken, de Cellario/Cellerario (= wohl Sohn des Kellers/Kellermeisters)
Am 30.3.1300 bekennt er sich zu der Verpflichtung, 11 Malter Getreide aus seinen Erbbestandsgütern an (Schwager) Heinrich von Zweibrücken zu entrichten, die dieser aber jetzt dem Johann von Lichtenberg, gen. Finichel abgekauft hat. Als Pfand gibt er von Reynold dem Kürschner (von Kaiserlautern) gekaufte Güter und Haus.
1295 verkauft er mit seiner Frau genannt Schense das gemeinsame Eigentum bei Bierbach an Kloster Werschweiler (Verwandte des Ritters Heinrich Schenselo von Zweibrücken, diesem bestätigt Reinher von Schowenberg 1306, daß er von ihm vor vielen Jahren seine Rechte zu Bierbach verkauft habe).
oo
Sophia von Zweibrücken
erw. 1274-1301
Am 10.6.1301 verkauft sie Hornbacher Güter zu Mittelbach und Hengstbach mit Zustimmung ihres Mannes Heymelo an ihre Brüder Godelmann und Heinrich von Zweibrücken (Erben des Besitzes von Godelmann und Heinrich sind die Mauchenheimer, eine Tochter von Zweibrücken war wohl Ehefrau eines Mauchenheim).

Godelmann gt. Geiß
Kopial verlesen als Gruss.
Er beweist am 31.10.1339 seiner Schwester Hauwelin mit einer Gült von 6 Pfund zu Buttersweiler, ablösbar mit 60 Pfund mit Ausnahme eines Gutes, womit sein Schwager Werner von Lebach bewiesen ist.
Er hat wohl ebenso wie sein Bruder Werner eine Gült von 4 Pfund Heller zu Cuschel, ablösbar mit 40 Pfund, für Burgsitz in Lichtenberg;
da sein (?) Sohn Godelmann 1352 mit 8 Pfund (dem doppelten Betrag) belehnt wird, tritt dieser offenbar das Erbe seines Onkels an.
oo
Katharina NN.
Sie wird von Godelmann bewittumbt mit der Gült von 8 Pfund.
Hauwela gt. Geiß Wilhelm gt. Geiß
Werner Geiß
Ritter zu Lichtenberg (Gruys)
Er trägt am 24.11.1325 mit seinem Bruder Wilhelm dem Erzbischof Baldewin von Trier Güter zu Lehen auf.
Am 22.2.1329 bekennt er, daß eine Gült von 4 Pfund Heller zu Cuschel vom Gf. Georg von Veldenz jederzeit wieder abgelöst werden kann.



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© 2001 Mario Arend, D-64853 Otzberg.

Letzte Änderung: 16.10.2001